Senkung der Sollzahlen macht Abstiege notwendig
Beim Lehrabend der Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen verkündete Schiedsrichterobmann Norbert Kröckel (Meiningen) die Namen der qualifizierten Schiedsrichter, die nach Ende der Saison auf- und abgestiegen sind. Dabei gab es für den einzelnen Referee natürlich eine positive oder negative Überraschung.
Insgesamt gebe es in Bayern 16635 Schiedsrichter, mehr als 2000 davon in Unterfranken. Ranghöchster unterfränkischer Schiedsrichter bleibt Peter Sippel (Würzburg), der weiter in der 1. Bundesliga pfeift. In der Regionalliga bleiben Simon Marx (Gruppe Kahl), Thomas Stein (Homburg/Main) und Benjamin Brand (Gerolzhofen). Alle drei werden auch als Assistenten in der 3. Liga auflaufen. Unterfränkische Vertreter in der Bayernliga bleiben Bernd Brand (Gerolzhofen), Steffen Ehwald (Geldersheim) und Björn Söllner (Aidhausen).

Zu diesem Trio neu hinzustoßen Johannes Hartmeier (Ochsenfurt) und Michael Wander (Helmstadt). Aus der Landesliga abgestiegen sind Andreas Dittmeier (Würzburg) und Thomas Hepp (Kützberg) sowie Alexander Reimche (Schweinfurt), der sich aus allen Ligen zurückzieht. Erstmals als Unparteiische in der Landesliga pfeifen werden Alexander Arnold (Langenleiten) und Steffen Mix (Abtswind).

In der Bezirksoberliga wurde die Sollzahl der Schiedsrichter auf 20 reduziert. Die Liga verlassen müssen Peter Schmitt (Poppenroth), der nach langwieriger Verletzung zu wenige Beobachtungen hatte, Marcel Endres (Münnerstadt), Sebastian Stöhr (Sulzdorf) und Marco Englert (Marktheidenfeld). BOL-Schiedsrichterin Kerstin Nussbaum wird bei noch zu erfolgender Bestätigung durch den DFB zukünftig in der 2. Frauen-Bundesliga assistieren und in der Frauen-Regionalliga pfeifen.
Noch gravierender war die Abstiegsregelung bei den Bezirksliga-Schiedsrichtern.

Wegen Senkung der Sollzahlen war ein verschärfter Abstieg notwendig. Erwischt hat es neun Schiedsrichter, nämlich Fatih Gürbüz (Wörth), Marcel Schäfer (Wollbach), Dari o Schulz (Obernburg), Maximilian Zimmermann (Würzburg), Andreas Schüller (Maßbach), Christoph Schlembach (Mühlbach), Sebastian Meurer (Madenhausen), Marcel Simon (Aschaffenburg) und Marcus Marquart (Obernburg). Freiwillig die Liga verlassen hat Tobias Ehrenberg (Oerlenbach). Kröckel betonte, dass in all diesen Fällen Zehntelwerte hinter dem Komma über Auf- und Abstieg entschieden hätten, der Bezirksschiedsrichterausschuss werde die Absteiger weiter fördern und diesen in der kommenden Saison eine neue Chance einräumen.

Dann allerdings ohne Unterstützung des Bezirkslehrstabes, der aufgelöst wurde. Schwieriger werde zukünftig allerdings der Aufstieg von der Bezirks- in die Bezirksoberliga, der Verband hat das „Eintrittsalter“ von 26 Jahren auf sagenhafte 19 Jahre gesenkt. Da heißt es für ehrgeizige junge Unparteiische, sich früh für die Schiedsrichterlaufbahn zu entscheiden. Zu diesen gehören auch Nico Scheiner (Steinfeld) und Nicolai Angermann (Kahl), die in die SR-Förderliste zur A-Junioren-Bundesliga aufgenommen wurden. Kröckel appellierte in diesem Zusammenhang an alle Obmänner und Lehrwarte im Bezirk, die Nachwuchsarbeit zu verstärken, gegenüber anderen bayerischen Bezirken habe Unterfranken Landesligaaufwärts Nachholbedarf.

Noch ein Schmankerl am Rande: Weil der Verband die Schiedsrichter wohl nicht ausgelastet sieht, findet zukünftig eine Tornetzkontrolle zweimal statt, und zwar vor Beginn der beiden Halbzeiten.


Autor: Peter Balthasar
vom: 11.06.2010 15:06



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